Inhalt
- 1. Geltungsbereich
- 2. Vertragsgegenstand
- 3. Testphase und Vertragsschluss
- 4. Entgelt, Abrechnung und Zahlung
- 5. Pflichten und Verantwortung des Kunden
- 6. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
- 7. KI-Funktionen
- 8. Verfügbarkeit, Wartung und Support
- 9. Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
- 10. Gewährleistung
- 11. Haftung
- 12. Laufzeit und Kündigung
- 13. Änderungen der AGB
- 14. Schlussbestimmungen
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung von InsightHub, einer Software-as-a-Service-Plattform für KI-gestützte Kundenberatung (Chat-Widget, WhatsApp, Telefon), Produktsuche, Lead-Management, Bewertungen, Umfragen und Auswertungen, angeboten von SG5 Digital Solutions, Ing. Simon Gorski, MA, Währinger Strasse 80-82/1, 1180 Wien, Österreich (im Folgenden „Anbieter“).
Das Angebot richtet sich ausschliesslich an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB bzw. § 1 KSchG. Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
2. Vertragsgegenstand
Der Anbieter stellt dem Kunden InsightHub als gehostete Software über das Internet bereit. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus dem gewählten Tarif und den gebuchten Add-ons zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses sowie aus der Produktbeschreibung unter www.sg5.biz/products/insighthub/ und der Hilfe. Der Anbieter darf den Funktionsumfang weiterentwickeln, sofern die vertraglich geschuldeten Kernfunktionen erhalten bleiben.
- Kernfunktionen: KI-Assistent für Website und Shop (Widget), Synchronisation von Produkt- und Inhaltsdaten aus angebundenen Systemen (z. B. WooCommerce, Shopify, WordPress), Suche und Auswertungen, Lead-Verwaltung, Bewertungs- und Umfragefunktionen, Automatisierungen.
- Kostenpflichtige Add-ons: insbesondere der WhatsApp-Kanal (Meta WhatsApp Cloud API) und InsightHub Voice (KI-Telefonassistent). Add-ons werden gesondert freigeschaltet und abgerechnet.
- Integrationen in Drittsysteme (Shop-Systeme, ERP, PMS, Meta, Google) setzen voraus, dass der Kunde über die erforderlichen Zugänge und Rechte verfügt; für die Verfügbarkeit und Funktionsweise der Drittsysteme haftet der Anbieter nicht.
3. Testphase und Vertragsschluss
- Der Anbieter kann eine kostenlose Testphase von 14 Tagen anbieten. Die Testphase endet automatisch; es entsteht kein kostenpflichtiger Vertrag, sofern der Kunde nicht aktiv einen Tarif bucht.
- Der kostenpflichtige Vertrag kommt durch die Buchung eines Tarifs im Kundenkonto (Abschluss des Bestellvorgangs) oder durch ein individuelles Angebot des Anbieters und dessen Annahme zustande.
- Der Kunde hat bei der Registrierung wahrheitsgemässe Angaben zu machen, seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und ist für alle über sein Konto vorgenommenen Handlungen verantwortlich. Der Anbieter empfiehlt die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung.
4. Entgelt, Abrechnung und Zahlung
- Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung ausgewiesenen Preise des gewählten Tarifs und der Add-ons. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
- Die Abrechnung erfolgt je nach gewähltem Zahlungsintervall monatlich oder jährlich im Voraus. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe; Rechnungen und Zahlungsdaten verwaltet der Kunde im Billing-Portal seines Kontos.
- Tarife können Nutzungsgrenzen enthalten (z. B. Anzahl Websites, Chat-Sitzungen, Dokumente, Speicherplatz). Bei dauerhafter Überschreitung informiert der Anbieter den Kunden und bietet einen passenden Tarif an.
- Preisänderungen teilt der Anbieter mindestens 30 Tage vor Wirksamkeit mit; sie gelten frühestens ab der nächsten Abrechnungsperiode. Der Kunde kann in diesem Fall zum Wirksamkeitszeitpunkt kündigen.
- Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter nach Mahnung berechtigt, den Zugang bis zum Zahlungseingang zu sperren.
5. Pflichten und Verantwortung des Kunden
- Der Kunde nutzt InsightHub nur im Rahmen der geltenden Gesetze und stellt keine rechtswidrigen Inhalte ein.
- Der Kunde ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO für die personenbezogenen Daten seiner Endnutzer (Website-Besucher, Kunden, Interessenten, Anrufer), die über InsightHub verarbeitet werden. Er stellt sicher, dass diese Daten rechtmässig erhoben werden, hält gegenüber seinen Endnutzern angemessene Datenschutzhinweise bereit und holt erforderliche Einwilligungen ein (insbesondere für Warenkorb-Erinnerungen, Bewertungseinladungen, WhatsApp- und Telefonkommunikation).
- Für Add-ons mit Drittanbietern (WhatsApp/Meta, Telefonie) beachtet der Kunde zusätzlich deren Nutzungsbedingungen und Richtlinien.
- Der Kunde prüft die vom KI-Assistenten ausgegebenen Inhalte in seinem Verantwortungsbereich; er konfiguriert Systemprompt, Wissensbasis und Freigaben so, dass sie zu seinem Angebot passen.
- Der Kunde meldet Störungen und Sicherheitsvorfälle unverzüglich an [email protected].
6. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Soweit der Anbieter personenbezogene Daten der Endnutzer des Kunden verarbeitet, geschieht dies als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist Bestandteil dieser AGB und gilt mit Vertragsschluss als abgeschlossen; eine unterzeichnete Fassung stellt der Anbieter auf Wunsch bereit. Informationen zur Verarbeitung von Konto-, Abrechnungs- und Website-Daten enthält die Datenschutzerklärung.
7. KI-Funktionen
- Antworten des Assistenten werden automatisiert mit Sprachmodellen erzeugt und können unvollständig oder fehlerhaft sein. Der Anbieter gestaltet den Dienst so, dass Preise, Verfügbarkeiten und Produktdaten aus den synchronisierten Daten des Kunden stammen; eine Richtigkeitsgarantie für KI-Ausgaben wird nicht übernommen.
- Der Kunde bleibt für rechtsverbindliche Aussagen gegenüber seinen Endkunden (z. B. Preise, Lieferzusagen, Rechtsauskünfte) verantwortlich.
- Die Sprachmodelle werden standardmässig bei einem europäischen Anbieter betrieben (siehe Datenschutzerklärung). Hinterlegt der Kunde eigene Schlüssel anderer Anbieter, verantwortet er deren Einsatz.
8. Verfügbarkeit, Wartung und Support
- Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99 % im Monatsmittel am Übergabepunkt (Ausgang des Rechenzentrums) an; ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster, Störungen von Drittsystemen und Ereignisse ausserhalb des Einflussbereichs des Anbieters.
- Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit ausserhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und vorab angekündigt.
- Support erfolgt per E-Mail an [email protected] an Werktagen (Mo–Fr, ausgenommen österreichische Feiertage). Reaktionszeiten und erweiterter Support können im Tarif oder gesondert vereinbart werden.
9. Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
- Der Kunde erhält für die Vertragsdauer das nicht ausschliessliche, nicht übertragbare Recht, InsightHub für seine eigenen geschäftlichen Zwecke zu nutzen und das Widget bzw. Plugin auf seinen Websites einzubinden.
- Software, Design, Quellcode, Modelle, Prompts und Dokumentation bleiben Eigentum des Anbieters oder seiner Lizenzgeber. Reverse Engineering, Weitervermietung oder Unterlizenzierung sind untersagt.
- Der Kunde behält alle Rechte an seinen Inhalten (Produkte, Dokumente, Konfigurationen, Gesprächsdaten). Er räumt dem Anbieter das Recht ein, diese Inhalte zur Erbringung der Leistung zu verarbeiten.
- Der Anbieter darf den Kunden nach Rücksprache als Referenz nennen; der Kunde kann dem jederzeit widersprechen.
10. Gewährleistung
Der Anbieter gewährleistet, dass InsightHub im Wesentlichen die beschriebenen Funktionen erfüllt. Mängel sind dem Anbieter unverzüglich und nachvollziehbar zu melden; der Anbieter behebt sie in angemessener Frist. Gewährleistungsansprüche wegen unerheblicher Abweichungen, wegen Fehlern in Drittsystemen oder wegen vom Kunden verursachter Fehlkonfigurationen bestehen nicht. Die Gewährleistungsfrist beträgt sechs Monate ab Kenntnis des Mangels; § 924 ABGB (Vermutung der Mangelhaftigkeit) wird ausgeschlossen.
11. Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
- Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, insgesamt höchstens auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlten Entgelte.
- Eine Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Folgeschäden und Datenverlust, soweit dieser durch angemessene Sicherungen des Kunden vermeidbar gewesen wäre, ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
- Für Inhalte, die der KI-Assistent auf Basis der vom Kunden bereitgestellten Daten und Konfiguration ausgibt, haftet der Anbieter nicht, soweit er die vereinbarten Schutzmechanismen bereitgestellt hat.
- Die Haftung nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften bleibt unberührt.
12. Laufzeit und Kündigung
- Der Vertrag läuft für die gewählte Abrechnungsperiode (Monat oder Jahr) und verlängert sich jeweils um dieselbe Periode, wenn er nicht bis zum Ende der laufenden Periode gekündigt wird.
- Die Kündigung erfolgt im Billing-Portal des Kundenkontos oder per E-Mail an [email protected] und wirkt zum Ende der laufenden Periode.
- Beide Parteien können den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen, insbesondere bei wesentlicher Vertragsverletzung, Zahlungsverzug trotz Mahnung oder missbräuchlicher Nutzung. Der Anbieter kann den Zugang in diesen Fällen sofort sperren.
- Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten 30 Tage lang exportieren; danach werden die Daten gemäss Auftragsverarbeitungsvertrag gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
13. Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB anpassen, insbesondere bei Änderungen der Rechtslage, der Leistungen oder der Abrechnung. Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail oder im Kundenkonto mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge wird in der Mitteilung hingewiesen. Widerspricht der Kunde, kann der Anbieter den Vertrag zum Wirksamkeitszeitpunkt kündigen.
14. Schlussbestimmungen
- Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts.
- Ausschliesslicher Gerichtsstand ist das sachlich zuständige Gericht in Wien.
- Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
- Änderungen und Nebenabreden bedürfen der Schriftform; E-Mail genügt.
Kontakt:
SG5 Digital Solutions — Ing. Simon Gorski, MA
Währinger Strasse 80-82/1, 1180 Wien, Österreich
[email protected]
